Lexikon

A

Abschreibung:
Unter Abschreibung – im Steuerrecht AfA (Absetzungen für Abnutzung) – versteht man die Verteilung der Anschaffungskosten einer längerfristig nutzbaren Sache über die voraussichtliche Dauer der Nutzung. Neben diese Normal-Abschreibung können auch Sonderabschreibungen oder an die Stelle der Normal-Abschreibungen erhöhte Abschreibungen treten.
Abzugsteuer:
Gesamtheit der gesetzlichen Regelungen und finanzbehördlichen Verordnungen für Zwecke der Erhebung von Abgaben
Anlagevermögen:
Unter Anlagevermögen versteht man die Vermögensteile, die einer Firma zur Nutzung dienen, z.B. Grundstücke, Maschinen, Geschäftsausstattung, Fuhrpark.
Anrechnung
Steueranrechnung
Aufwand/Aufwendungen:
Unter Aufwand versteht man den Verbrauch aller Güter und Dienstleistungen in einer bestimmten Periode.

B

Bescheid:
siehe Verwaltungsakt.
Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr:
Dies sind Leistungen, die der Allgemeinheit, d. h. einer unbestimmten Anzahl von Personen, gegen Entgelt angeboten werden.
Betriebsstätte:
Eine Betriebsstätte ist - im Gegensatz zu einem Tochterunternehmen - ein unselbstständiger Teil eines Unternehmens. Nach der Definition in § 12 der Abgabenordnung ist eine Betriebsstätte jede feste Geschäftseinrichtung. Auch Bauausführungen oder Montagen sind danach Betriebsstätten, wenn sie länger als sechs Monate andauern.
Betriebsvermögen:
Das Betriebsvermögen ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wert des Vermögens und dem Wert der Schulden eines Betriebs am Schluss eines Wirtschaftsjahres. Als Vermögen gilt hierbei der Wert aller Wirtschaftsgüter wie z.B. die Ausstattung des Betriebs, Waren oder Bargeld. Als Schulden gelten dagegen z.B. Warenschulden oder sonstige Verbindlichkeiten.
Bewegliche Wirtschaftsgüter:
Bewegliche Wirtschaftsgüter sind alle Wirtschaftsgüter mit Ausnahme von Grundstücken, Gebäuden und Finanzbeteiligungen.
Bilanzierung:
Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens zu einen bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag) in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital.

D

Dauerfristverlängerung:
Bei der Dauerfristverlängerung hat der Unternehmer einen Monat länger Zeit, seine Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben.
Im Falle einer Dauerfristverlängerung muss der Unternehmer eine Sondervorauszahlung leisten. Die Höhe dieser Vorauszahlung beträgt 1/11 der Summe der Umsatzsteuervorauszahlung des Vorjahres. Bei einer Umsatzsteuerschuld von EUR 10.000 im Vorjahr beträgt die Sondervorauszahlung bspw. EUR 900. Ist der Unternehmer zur quartalsweisen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet, entfällt die Zahlung einer Sondervorauszahlung, es ist lediglich ein Antrag auf Dauerfristverlängerung zu stellen.
Die Sondervorauszahlung wird bei der letzten Umsatzsteuervoranmeldung (Dezember) wieder angerechnet.
Die Dauerfristverlängerung ist mit den Vordruck USt 1H beim Finanzamt zu beantragen und elektronisch zu übermitteln.
Debitoren:
Kunden des Unternehmens.
Doppelbesteuerungsabkommen:
Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Abkommen zwischen zwei Staaten zur Vermeidung doppelter Besteuerung von Bürgern mit ausländischen Einkünften. Durch das Abkommen wird die gezahlte ausländische Steuer auf die inländische Einkommensteuer angerechnet.
Drittlandsgebiet:
Drittlandsgebiet ist das Gebiet von Ländern, die nicht der Europäischen Union angehören (vgl. § 1 Absatz 2a Satz 3 UStG).

E

Einfuhrumsatzsteuer (EUSt):
Die Einfuhrumsatzsteuer wird erhoben auf Warenlieferungen, die aus dem Ausland kommen, das nicht zur Europäischen Gemeinschaft – dem Europäischen Binnenmarkt gehört (Drittland). Sie ist genauso hoch, wie die Umsatzsteuer und kann unter den gleichen Voraussetzungen als Vorsteuer abgezogen werden wie die gezahlte Umsatzsteuer.
Einkommensteuererklärung:
Unter einer Einkommensteuererklärung ist die schriftliche Erklärung eines Steuerpflichtigen zu verstehen, in der er dem Finanzamt seine Einkommensverhältnisse erklärt. Diese dient als Grundlage für die Ermittlung der festzusetzenden Einkommensteuer. Die Einkommensteuererklärung wird vom Steuerpflichtigen selbst, beziehungsweise von seinem Steuerberater erstellt und ist eigenhändig zu unterschreiben. Die Veranlagung erfolgt in Form eines Steuerbescheides.
Einkommensteuer:
Die Einkommensteuer wird auf das Einkommen natürlicher Personen berechnet. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Einkommensteuer kann in verschiedenen Formen erhoben werden. Die Lohnsteuer, die Kapitalertragsteuer und die Bauabzugssteuer sind die bekanntesten Erhebungsformen der Einkommensteuer.

Von der Einkommensteuerpflicht ausgenommen bleibt lediglich der Grundfreibetrag in Höhe von derzeit EUR 8.004 pro Person. Der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei 14 Prozent, der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent. Einkommen über 250.000 Euro werden mit 45 Prozent Steuern belastet (Reichensteuer).
Entgelt:
Entgelt ist alles, was die Leistungsempfängerin aufwendet, um die Leistung (Lieferung oder sonstige Leistung) zu erhalten, jedoch abzüglich der Umsatzsteuer.
Ertrag:
Unter Ertrag versteht man (überwiegend) das Ergebnis der betrieblichen Leistungserstellung, d. h. alle erfolgswirksamen Wertzuflüsse in ein Unternehmen während einer Abrechnungsperiode.
Erbschaftsteuer:
Erbschaftssteuer oder Schenkungssteuer fällt an, wenn Vermögen unentgeltlich von einer Person auf eine andere Person bei einem Erbe oder Schenkung übertragen wird.

F

Freie Berufe:
Zu den Freien Berufen gehören z.B. die selbstständige Tätigkeiten in den Heilberufen, den anwaltlichen- oder steuerberatenden Berufen. Auch selbstständige Ingenieure, Architekten, Sachverständige und Wissenschaftler zählen zu den Freiberuflern und können eine Partnerschaft bzw. GbR gründen. Ein Katalog der Freien Berufe findet sich in § 18 Absatz 1 EStG.

G

Gemeinschaftsgebiet:
Das Gemeinschaftsgebiet umfasst das Inland sowie die Gebiete der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (vgl. § 1 Absatz 2a UStG).
Gemischte Aufwendungen:
Gemischte Aufwendungen sind Aufwendungen, die teils betrieblich oder beruflich und teils privat veranlasst sind.
Gewerbesteuer:
Die Gewerbesteuer ist eine Steuer, die auf die Ertragskraft des Unternehmens abzielt. Basis ist der Gewinn. Die Gewerbesteuer dient dazu, die Gemeinden in Deutschland zu finanzieren. Die Unternehmen zahlen daher für die entstehenden Aufwendungen gegenüber der Gemeinde eine Steuer als Gegenleistung.
Gewillkürtes Betriebsvermögen:
Hierbei handelt es sich um Wirtschaftsgüter, die sowohl eine gewisse Beziehung zum Privatvermögen als auch zum Betriebsvermögen haben. Diese Güter können grundsätzlich betrieblich oder privat eingesetzt werden. In der Praxis können sie sogar 'gemischt' verwendet werden. Es handelt sich also um neutrale oder gemischt genutzte Wirtschaftsgüter.
Gewinnerzielungsabsicht:
Darunter versteht man das Streben nach Gewinn; bei fehlender Gewinnerzielungsabsicht liegt steuerlich Liebhaberei vor.

I

Inland:
Inland umfasst das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mit Ausnahme der in § 1 Absatz 2 UStG aufgelisteten Gebiete.
Innergemeinschaftlicher Erwerb:
Hierbei handelt es sich um Lieferungen zwischen Ländern der Europäischen Union.
Ist-Versteuerung:
Bei der Ist-Versteuerung entsteht die Umsatzsteuer mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem das Entgelt vereinnahmt wurde. Die Istversteuerung ist anwendbar wenn der Unternehmer
• nicht zur Buchführung verpflichtet ist oder
• einen freien Beruf ausübt (z.B. Arzt, Rechtsanwalt, Architekt), unabhängig der Höhe seiner Umsätze oder
• der Umsatz im Vorjahr nicht über EUR 500.000 betragen hat.

J

Juristische Person:
Juristische Personen sind von der Rechtsordnung geschaffene, nicht natürliche Personen wie z.B. Kapitalgesellschaften (AG, GmbH), eingetragene Vereine oder Genossenschaften.

K

Kleinunternehmer:
Kleinunternehmer sind Unternehmer, deren Umsatz im vorangegangenen Jahr einen Betrag von EUR 17.500 nicht überstiegen hat und deren Umsatz im laufenden Jahr EUR 50.000 voraussichtlich nicht übersteigen wird.
Bei Existenzgründern ist der voraussichtliche Umsatz im Kalenderjahr zu schätzen. Übersteigt dieser voraussichtlich nicht EUR 17.500, ist die Kleinunternehmerregelung anwendbar.
In diesem Fall muss der Unternehmer auf seine Umsätze keine Umsatzsteuer erheben, kann aber auch selber keinen Vorsteuerabzug geltend machen.
Kontokorrentschulden:
Kontokorrentschulden sind Verbindlichkeiten aus laufender Rechnung.
Körperschaftsteuer:
Die Körperschaftsteuer ist eine besondere Art der Einkommensteuer für juristische Personen wie z.B. Kapitalgesellschaften. Die Besteuerungsgrundlage ist das Einkommen der Körperschaft. Die Bestimmung und Ermittlung des Einkommens hat nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und des Körperschaftsteuergesetzes zu erfolgen. Der Steuersatz beträgt derzeit 15 Prozent.
Krankenkasse:
In Deutschland besteht die Verpflichtung auf eine Krankenversicherung. So ist ein Arbeitnehmer in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, ab einer bestimmten Einkunftsgrenze können Arbeitnehmer sich privat versichern oder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Selbstständige sind entweder freiwillig oder privat versichert.
Kreditoren:
Lieferanten des Unternehmens.

L

Liebhaberei:
Unter diesem Begriff werden wirtschaftliche Betätigungen verstanden, die auf den ersten Blick unter eine Einkunftsart fallen, aber bei näherer Betrachtung von vornherein, auch auf längere Sicht, nicht zu einem Gewinn (Überschuss) führen können. Damit fehlt es an der notwendigen Gewinnerzielungsabsicht.
Lieferung:
Lieferung im Sinne des Umsatzsteuerrechts ist jede Leistung, durch die die Unternehmerin dem Abnehmer die Verfügungsmacht über einen Gegenstand verschafft. Als Gegenstände gelten hier nicht nur körperliche Gegenstände (z.B. Geräte), sondern auch andere Wirtschaftsgüter, die wie Sachen umgesetzt werden (z.B. Strom, Gas, Firmenwerte).
Listenpreis:
Als Listenpreis gilt die auf volle 100 € abgerundete unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers zum Zeitpunkt der Erstzulassung, zuzüglich Kosten für Sonderausstattungen einschließlich Umsatzsteuer. Zur Sonderausstattung eines Pkw zählen z.B. das Autoradio, CD-Wechsler, Navigationsgerät, Klimaanlage, nicht aber ein Autotelefon.
Liquidation:
Liquidation ist die Abwicklung der Auflösung einer Gesellschaft durch Verteilung des Vermögens an die Gesellschafter.
Lohnabrechnung:
In der Regel monatliche Abrechnung über den Verdienst sowie etwaige Abzüge für Sozialversicherung, Firmenwagen usw.
Lohnsteuer:
Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart. Es handelt sich um eine Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.

N

Nachhaltige Tätigkeit:
Unter einer nachhaltigen Tätigkeit versteht man eine Tätigkeit mit Wiederholungsabsicht. Dieses Merkmal muss bei einem Gewerbebetrieb und bei selbstständiger Tätigkeit vorliegen.
Notwendiges Betriebsvermögen:
Zum notwendigen Betriebsvermögen zählen Wirtschaftsgüter, die erkennbar in einem besonders engen sachlichen Bezug mit dem Betrieb stehen.
Notwendiges Privatvermögen:
Zum notwendigen Privatvermögen zählen Wirtschaftsgüter, bei denen ein betrieblicher Zusammenhang nicht zu erkennen ist.

O

Online Steuerberatung
Bei der online Steuerberatung werden Probleme und Fragen des Mandanten nicht durch ein persönliches Gespräch in der Kanzlei des Steuerberaters, sondern mit Hilfe des Internets und Email gelöst. Die online Steuerberatung eignet sich sowohl für neue als auch bestehende Mandanten. Der Steuerberater kann kurzfristig, schnell und kostengünstig agieren und verschafft dadurch beiden Seiten einen Vorteil. Die online Steuerberatung gewinnt zunehmend an Bedeutung.

P

Personengesellschaft:
Eine Personengesellschaft ist eine Rechtsform eines Unternehmens. Hierzu gehören Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR), Offene Handelsgesellschaften (OHG), Partnergesellschaften und Kommanditgesellschaften (KG) bzw. GmbH + Co KG.

Q

Quellensteuer:
Die Quellensteuer wird unmittelbar an der Quelle erhoben, d.h. unmittelbar beim entstehen von Erträgen. Die Zinsabschlagsteuer und die Kapitalertragssteuern sind Quellensteuern.

R

Realsteuer:
Realsteuern sind dadurch gekennzeichnet, dass nicht wie bei der Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer eine Person der Besteuerung unterliegt, sondern ein Gegenstand. Dies ist z.B. bei der Gewerbesteuer oder der Grundsteuer der Fall.
Rechnungswesen:
Das betriebliche Rechnungswesen umfasst Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung aller quantifizierbaren Beziehungen und Vorgänge des Unternehmens für die Zwecke der Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens.
Rückstellung:
Eine Rückstellung ist ein Passivposten in der Bilanz, der zu Aufwand (Betriebsausgaben) führt. Er wird für zukünftig anfallende Kosten gebildet und mindert den Gewinn.

S

Selbstständigkeit:
Dies bedeutet Handeln auf eigene Rechnung und Gefahr, keine Weisungsgebundenheit.
Sonstige Leistungen:
Alle anderen Leistungen einer Unternehmerin, die nicht Lieferungen sind, sind sonstige Leistungen, z.B. Dienstleistungen in Form von Beratung.
Soll-Versteuerung:
Bei der Soll-Versteuerung entsteht die Umsatzsteuer mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem die Rechnung gestellt wurde.
Sozialversicherung:
Wichtiges Instrument staatlicher Sozialpolitik. Durch gesetzlich geregelte Einrichtungen wird ein Großteil der Bevölkerung gegen Schäden abgesichert, die die Existenzgrundlage des einzelnen zu beeinträchtigen drohen (z.B. Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung).
Steuerbarer Vorgang:
Ein steuerbarer Vorgang ist ein Vorgang, bei dem eine steuerbare Leistung vollbracht wird.
Steuerbefreiungen:
Steuerbefreiungen existieren z.B. in § 3 EStG und § 4 UStG. Gründe für Steuerbefreiungen sind meist sozialpolitischer Natur, also Förderung bestimmter Branchen.
Steuerbescheid:
Der Steuerbescheid ist ein Verwaltungsakt, der innerhalb eines Monats mit dem Einspruch angegriffen werden kann. Andernfalls wird der Bescheid bestandskräftig. Der Steuerbescheid muss bestimmte Angaben erhalten wie z.B. wer der Steuerschuldner ist, für welche Steuerart die Forderung erhoben wird, der Zeitraum sowie der Betrag. Weiter muss der Bescheid einen Rechtsbehelf enthalten.
Steuerliche Nebenleistungen:
Steuerliche Nebenleistungen sind öffentlich-rechtliche Abgaben, die unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zu den Steuern festgesetzt werden können. Hierzu gehören in erster Linie Säumniszuschläge (bei verspäteter Steuerzahlung), Verspätungszuschläge (bei verspätetem Einreichen der Steuererklärung), Zinsen oder Zwangsgelder.
Stille Reserven:
Stille Reserven sind der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert des Betriebsvermögens zum Veräußerungszeitpunkt und dem Verkaufserlös für das Unternehmen. Sind im Betriebsvermögen Grundstücke enthalten, ergeben sich in den meisten Fällen ganz erhebliche stille Reserven, durch Wertsteigerungen und/oder Abschreibungen der Gebäudeteile.

T

Typische stille Beteiligung:
Eine typisch stille Beteiligung liegt dann vor, wenn eine Beteiligung am Gewinn (oder Verlust) der Gesellschaft besteht.

U

Umsatzsteuer:
Was man im allgemeinen Sprachgebrauch als Mehrwertsteuer bezeichnet wird, ist korrekterweise eine Umsatzsteuer. In Deutschland wurde die Mehrwertsteuer vor vielen Jahren abgeschafft und durch eine Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug ersetzt.

Unter Umsätzen versteht man Lieferungen oder Dienstleistungen, die ein Unternehmer gegen Entgelt erbringt. Umsatzsteuer wird auch auf die Einfuhr von Gegenständen oder den innergemeinschaftlichen Erwerb im Inland erhoben. Zahlt ein Unternehmen an ein anderes Unternehmen Umsatzsteuer, erhält es diese als Vorsteuer vom Finanzamt zurück. Letztendlich ist nur der Endverbraucher (Privatperson) mit der Umsatzsteuer belastet. Der Umsatzsteuer-Regelsatz beträgt in Deutschland derzeit 19 Prozent, der ermäßigte Umsatzsteuersatz beträgt 7 Prozent.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-Id-Nr.):
Sie ist konzipiert worden für den innergemeinschaftlichen Warenverkehr. Der leistende Unternehmer kann diese USt-Id-Nr. anstelle seiner Steuerernummer auf seinen Rechnungen angeben. Zu beantragen ist Sie beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt).
Umsatzsteuerpflichtig:
Umsatzsteuerpflichtig sind alle Vorgänge, die steuerbar, aber nicht steuerfrei sind.
Umwandlung:
Unter Umwandlung versteht man den Wechsel der Rechtsform eines Unternehmens, die Aufspaltung, Abspaltung oder Ausgliederung bei einer Kapitalgesellschaft oder Einbringung eines Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft. Hier bei sind die handelsrechtlichen Bestimmungen des Umwandlungsgesetz und die steuerrechtlichen Regelungen im Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) zu beachten.
Unentgeltliche Wertabgaben:
Unentgeltliche Wertabgaben sind unentgeltliche Lieferungen und sonstige Leistungen.
Unternehmenseinheit:
Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit der Unternehmerin. Eine Unternehmerin kann zwar mehrere Betriebe, aber immer nur ein Unternehmen haben. Hat er mehrere Betriebe, so stellt das Unternehmen eine Unternehmenseinheit dar.
Ursprungslandprinzip:
das Besteuerungsrecht obliegt dem Staat des leistenden Unternehmer, also dem Ursprungsland der Ware bzw. Dienstleistung. Vgl. im Gegensatz dazu Bestimmungslandprinzip.

V

Veranlagungssteuer:
Veranlagungssteuer:
Verdeckte Gewinnausschüttung:
Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und nicht auf einem den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Gewinnverteilungsbeschluss beruht.
Verschaffung der Verfügungsmacht:
Verschaffung der Verfügungsmacht bedeutet die Einräumung der tatsächlichen Herrschaftsgewalt über einen Gegenstand.
Verträge zwischen nahen Angehörigen:
Diese Verträge müssen den Formerfordenissen entsprechen, von vornherein klar vereinbart sein und gem. den Vereinbarungen durchgeführt werden. Der Formunwirksamkeit eines unter nahen Angehörigen abgeschlossenen Vertrages kommt eine Indizwirkung gegen dessen steuerrechtliche Anerkennung zu.
Verwaltungsakt:
Der Verwaltungsakt ist im weitesten Sinne jede Maßnahme einer Behörde zur Regelung eines Einzelfalls. Der Steuerbescheid ist ein auch ein Verwaltungsakt. Gegen diesen kann man mit einem Einspruch innerhalb einer bestimmten Frist vorgehen.
Voranmeldungszeitraum:
Voranmeldungszeitraum ist entweder ein Monat oder das Kalendervierteljahr. Beträgt die Steuerzahlung für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 6.136 € ist es der Monat. Abweichend davon ist bei Aufnahme einer beruflichen / gewerblichen Tätigkeit der Voranmeldungszeitraum immer der Kalendermonat und zwar im Jahr der Existenzgründung und im folgenden Kalenderjahr.
Vorgesellschaft:
Die Vorgesellschaft ist die Vereinbarung der Beteiligten zwecks gemeinsamer Einrichtung einer Kapitalgesellschaft. Das geschieht zu einem Zeitpunkt vor Abschluss des notariellen Gesellschaftsvertrages.
Vorgründungsgesellschaft:
Bei einer Vorgründungsgesellschaft wie z.B. eine Einlagengesellschaft, ist bereits der notarielle (GmbH-) Vertrag geschlossen aber noch kein Registereintrag erfolgt.
Vorsteuerabzug:
Er führt im wirtschaftlichen Ergebnis dazu, dass nur der "Mehrwert" besteuert wird. Die Unternehmerin darf die Umsatzsteuer aus den Vorumsätzen von ihrer eigenen Umsatzsteuerschuld abziehen, wenn diese Vorumsätze für Leistungen von anderen Unternehmen für ihr eigenes Unternehmen ausgeführt und in Rechnung gestellt worden sind. Zum Vorsteuerabzug berechtigt ist jeder Unternehmer, unabhängig von seinem Sitz. Für die im Ausland ansässigen Unternehmer ist ein Vorsteuervergütungsverfahren vorgesehen.

Z

Zahllast:
Die Zahllast ist die an das Finanzamt abzuführende Umsatzsteuer, berechnet aus der Umsatzsteuer eines Voranmeldungszeitraums, abzüglich der im Voranmeldungszeitraum angefallenen Vorsteuern. Ist die Zahllast negativ, so besteht für die Unternehmer ein Erstattungsanspruch.
Zinsabschlagsteuer:
Die Zinsabschlagsteuer ist unmittelbar bei der Zinszahlung im Inland bei festverzinslichen Wert-papieren von dieser durch den Schuldner einzubehalten. Sie beträgt 30 % (bei Tafelgeschäften 35 %) der Zinszahlung. Sie ist auf die Einkommensteuer bei der Festsetzung für das jeweilige Jahr wie eine Vorauszahlung anzurechnen.
Zoll:
Zölle sind Steuern im Sinne des Gesetzes. Somit stellen Zollvergehen Steuerhinterziehungen dar.